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Berufsbegleitende Weiterbildung zur Rehabilitationsfachkraft

(Orientierung und Mobilität, Lebenspraktische Fähigkeiten und Low Vision)

Neues länderübergreifendes Konzept und Angebot:

 


Berufsbegleitende Weiterbildungen zur Rehabilitationsfachkraft für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit

Symbolbild Rehaweiterbildung

 

Der Schweizer Zentralverein für das Blindenwesen/St. Gallen, das Odilien-Institut/Graz, IRIS /Hamburg und die blista/Marburg haben für den deutschsprachigen Raum ein gemeinsames Konzept für modulare berufsbegleitende Weiterbildungen zur Reha-Fachkraft für Orientierung & Mobilität, Lebenspraktische Fähigkeiten oder Low Vision abgestimmt.

 

Die berufsbegleitenden Weiterbildungen bestehen aus einem Grundlagenmodul und einer daran anschließenden Spezialisierung in einem der drei Schulungsbereiche (O&M, LPF, LV)

Die persönlichen Teilnahmevoraussetzungen sind mit denen der Vollzeitausbildung vergleichbar, Bewerber müssen jedoch eine Anstellung in einer Blinden- oder Sehbehinderteneinrichtung nachweisen. Nähere Informationen: Link zum Download „Berufsbegleitene Weiterbildung zur Rehabilitationsfachkraft“

 

Weitere Informationen zu Terminen, Organisation, Ansprechpartnern, Preisen und Inhalten finden Sie in den Dokumenten:

 

  1. Berufsbegleitende Ausbildung zur Rehabilitationsfachkraft; Flyer (Kurzinfo)
  2. Berufsbegleitende Ausbildung zur Rehabilitationsfachkraft; Broschüre (Langinfo)
  3. Berufsbegleitende Ausbildung zur Rehabilitationsfachkraft; Informationsblatt Termine, Kosten, Kontakte, etc.
Berufsbegleitende Weiterbildung zur Rehabilitationsfachkraft

Grundlagenmodul

Der erste Ausbildungsteil besteht aus dem Grundlagenmodul und ist für die Weiterbildung in allen Spezialisierungsbereichen (LPF, O&M und LV) obligatorisch. Das Grundlagenmodul wird länderspezifisch angeboten  und dient als Einführung in das Blinden – und Sehbehindertenwesen. In den mindestens 21 Präsenztagen wird interdisziplinäres Wissen zu folgenden Themenkomplexen vermittelt: Grundlagen des Sehens und Hörens, Inklusion und Pädagogik, Psychologie und Diagnostik und den Rehabilitationsfeldern und Schulungsbereichen LPF, O&M und LV.

Grundlagenmodul

Spezialisierungen

Spezialisierungen in den Rehabilitationsfeldern LV, O&M und LPF. können einzeln oder wahlweise in Folge besucht werden. Sie sind im Zweijahresrhythmus geplant und sollen im Zeitfenster von ca. 1 ½ Jahren abgeschlossen sein. Neben der Präsenzzeit und der persönlichen Vor- und Nachbereitungszeit sind Hospitationen, Lehrpraxis, Abschlussarbeiten, Abschlussprüfungen und Lehrproben obligatorisch.


Spezialisierung Low Vision (LV)

Low VisionDie Aufgabe der Rehabilitationsfachkraft für LV besteht darin Menschen mit Sehbehinderungen aller Altersstufen darin zu unterstützen, ihr Sehvermögen optimal zu nutzen. Dazu werden Sehpotentiale, visuelle Einschränkungen und visuelle Schwierigkeiten abgeklärt, Trainingseinheiten geplant und angeleitet, Sehhilfen und andere Hilfsmittel erprobt. Vor allem bei Kindern stimulieren und fördern Reha-Fachkräfte für LV die visuelle Wahrnehmung.

 

Hauptaufgabe ist es, zu Hause, in der Schule oder am Arbeitsplatz zielgerichtete Trainings durchzuführen, so dass die Klienten die verschiedenen Hilfsmittel eigenständig und optimal einsetzen können. Auf diese Weise unterstützen Reha-Fachkräfte für LV bei der privaten, schulischen und beruflichen Inklusion und Teilhabe.

Spezialisierung Low Vision (LV)

Spezialisierung Orientierung und Mobilität (O&M)

O&MDurch individuelle Schulungen vermitteln Rehabilitationsfachkräfte für O&M Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit Techniken, Strategien und Kompetenzen für eine sichere und möglichst selbständige Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr, bei Tag und bei Dunkelheit, in bekannter und unbekannter Umgebung und mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

 

Die Schulungskonzepte berücksichtigen dabei die Wünsche und Bedarfe, sowie die persönlichen Voraussetzungen und das funktionale Sehvermögen der Klienten. In der Schulung werden Hilfsmittel (z.B. der Langstock, mobile Sehhilfen, Smartphones, etc.) vorgestellt und erprobt, ein weiterer Schwerpunkt besteht darin die vorhandenen Sinne, insbesondere Sehpotentiale und das Gehör optimal zu nutzen.

Spezialisierung Orientierung und Mobilität (O&M)

Spezialisierung Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)

LPFRehabilitationsfachkräfte für LPF vermitteln Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung Strategien, Techniken und Kompetenzen für eine selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung und Selbstversorgung. Wesentliche Schulungsinhalte sind z.B. alltägliche Aktivitäten wie das An- und Ausziehen, Gesundheits- und Körperpflege, Zubereitung und Verzehr von Speisen, Haushaltsführung, Kleiderpflege, Kommunikation und Freizeitgestaltung.

 

LPF-Schulungskonzepte berücksichtigen die Wünsche und Bedarfe, sowie die persönlichen Voraussetzungen und das vorhandene Sehvermögen der Klienten. In der Schulung werden taktile und auditive Hilfsmittel vorgestellt und erprobt, ein weiterer Schwerpunkt besteht darin die vorhandenen Sinne, insbesondere Sehpotentiale, den Tastsinn und das Gehör optimal einzusetzen.

 

In den Modulen erfolgt die praktische Ausbildung der Studierenden unter der Augenbinde und mit speziellen Brillen, die unterschiedliche Seheinschränkungen simulieren. Der Einstieg in die Lehrpraxis beginnt unmittelbar nach dem ersten Modul in der eigenen Einrichtung. In der Lehrpraxis werden ausschließlich die Inhalte unterrichtet, die in den Modulen bereits abschließend vermittelt worden sind. Die Anleitung (50 % der Lehrpraxisstunden) erfolgt durch eine geeignete Reha-Fachkraft vor Ort.

Spezialisierung Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)

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